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Rund um die Schwangerschaft

Pränataldiagnostik

Pränataldiagnostik

Die Geburt eines gesunden Kindes und eine normal verlaufene Schwangerschaft sind die innigsten Wünsche jeder werdenden Mutter.

Die Pränataldiagnostik umfasst die Untersuchung des ungeborenen Kindes.

Früher war das Kind im Bauch der Mutter unsichtbar und für Untersuchungen unerreichbar. Die moderne Medizin verfügt heute über hochspezialisierte diagnostische Möglichkeiten, Entwicklungsstörungen oder angeborene Erkrankungen des ungeborenen Kindes (lateinisch: Embryo/ Feten (ab der 12. SSW)) schon vor der Geburt festzustellen. Diese Pränataldiagnostik umfasst Ultraschall-Screening-Untersuchungen in der 10., 20. und 30. SSW nach den Mutterschaftsrichtlinien, die zumeist vom betreuenden Frauenarzt durchgeführt werden.Zusätzlich gibt es weitere spezifische Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft. Generell sollte die werdende Mutter über das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen der angedachten Untersuchung informiert werden.

Nackenfaltenmessung (11+0 bis 13+6 SSW) und frühes Organ-Screening in Kombination mit laborchemischen Untersuchungen aus dem mütterlichen Blut (First-Trimester-Screening).
Ein jedes Kind besitzt eine Nackenfalte. Dabei handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Flüssigkeitsansammlung im Bereich des fetalen Nackens. Weist dies Nackenfalte eine normale Dicke auf, so ist das Vorkommen bestimmter Erbkrankheiten oder Herzfehler geringer. Ist die Nackenfalte grenzwertig oder verdickt, so schließen sich unter Berücksichtigung der mütterlichen Parameter der Blutserumbiochemie PAPP-A und freies ß-HCG sowie des mütterlichen Alters nach einer Risikoberechnung und Beratung ggf. weiterführende Untersuchungen an.
 
Differenziertes Organ-Screening (20. bis 22. SSW)
Mit Hilfe des Ultraschalls wird untersucht, ob das zu erwartende Kind normale Körperstrukturen und Organe besitzt. Bei besonderen Fragestellungen erfolgt diese Untersuchung durch höher qualifizierte Pränataldiagnostiker, die zusätzliche Weiterbildungen auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik absolviert haben (DEGUM II oder III). Zusätzliche Ultraschalluntersuchung und Durchblutungsmessung (Dopplersonographie).

Bei gestörten Schwangerschaftsverläufen, Entwicklungsverzögerungen des ungeborenen Kindes, mütterlichen Erkrankungen, Mehrlingen u.a. erfolgen wiederholte sonographische Verlaufskontrollen und Messungen des Blutstroms (sogenannte Dopplersonographie) in mütterlichen und kindlichen Blutgefäßen. Diese Untersuchungen helfen, das Wohlbefinden des ungeborenen Kindes zu beurteilen. Ergeben sich Hinweise auf  eine Gefährdung des Feten kann dies die Überwachung der Schwangerschaft im Krankenhaus oder in seltenen Fällen auch eine vorzeitige Entbindung notwendig machen.

Neben der Durchblutungsuntersuchung der mütterlichen Gefäße, die die Gebärmutter versorgen, kann man mit Hilfe des Ultraschalls das Fruchtwasser, die Muttermundslänge (transvaginale Zervixsonographie insbesondere bei drohender Frühgeburt), den Mutterkuchen.(Plazenta), die Nabelschnur und zahlreiche weitere Dinge beurteilen.

Dank des Ultraschalls können wir die Sicherheit für Ihr ungeborenes Kind weiter verbessern.
Wir freuen uns, Ihnen diese Möglichkeit anbieten zu können.

Invasive Pränataldiagnostik
Bei  besonderen Fragestellungen (festgestellte Fehlbildungen des ungeborenen Kindes, Ausschluss von Erbkrankheiten, Infektion der Schwangeren mit bestimmten Krankheitserregern, Hinweis auf hochgradige Blutarmut des Feten u. a.) besteht mitunter die Notwendigkeit einer invasiven weiterführenden Diagnostik. Je nach Indikation können dabei folgende Verfahren angewendet werden:

  • Chorionzottenbiopsie (SSW 11 – 13): Gewinnung von Plazentazotten für die humangenetische Untersuchung
  • Amniozentese (ab 16. SSW): Gewinnung von Fruchtwasser und damit kindlicher Zellen für die humangenetische Untersuchung
  • Chordozentese (nach der 20 SSW): Punktion der Nabelschnurgefäße durch die mütterliche Bauchdecke zur fetalen Blutuntersuchung bzw. humangenetischen Untersuchung

Geburtsplanung

Geburtsplanung

Eine jede schwangere Frau hat nach den Mutterschaftsrichtlinien die Möglichkeit, sich in ihrer Entbindungsklinik vorzustellen.  In Vorbereitung auf die zu erwartende Geburt kann hier nach einer fakultativen Untersuchung (gynäkologische Untersuchung, CTG, Ultraschalluntersuchung) eine weiterführende Beratung erfolgen, in die individuelle Besonderheiten aus der persönlichen Krankengeschichte oder aus dem Schwangerschaftsverlauf einfließen.

Vor allem bei Frauen mit einer voraussichtlichen Geburt des Kindes aus Beckenendlage, Entbindungen bei Mehrlingsschwangerschaften, bzw. wenn sich die Frage nach einer geplanten Schnittentbindung ergibt oder bei Frauen mit Vorerkrankungen und natürlich, wenn Schwangere ihrerseits weitergehende Fragen in Vorbereitung auf die Geburt haben, sind diese Vorstellungen besonders anzuraten. Viele Probleme, die währen der Geburt auftreten können, lassen sich dadurch besser meistern oder sogar vermeiden, wenn die Patientinnen und wir darauf vorbereitet sind.
Besondere Situationen erfordern mitunter eine sehr individuelle Lösung verschiedener Probleme. Auch dafür sind wir da und werden gemeinsam nach Lösungswegen suchen. Ambulante Geburten sind möglich.

Auf Anfrage oder bei besonderen Konstellationen erhält die Schwangere von ihrem Frauenarzt für die „Geburtsplanung“ einen Überweisungsschein. Nach telefonischer Terminvereinbarung melden sich die Schwangeren am Vorstellungstag in der Zentralen Patientenaufnahme an und kommen danach in das Bettenhaus 1, Ebene 4. Dort werden sie von einer Hebamme oder der Arzthelferin empfangen. Nach dem CTG erfolgt dann die ärztliche Vorstellung.

Von Montag bis Freitag findet die ambulante Sprechstunde „Geburtsplanung“ statt.

Aquafitness für Schwangere

Aquafitness für Schwangere

Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, sich körperlich fit zu halten. Eine exzellente Möglichkeit dazu bietet die Bewegung im Wasser. Im 32° warmen Bewegungsbad fallen sportliche Aktivitäten deutlich leichter als an Land. Deshalb ist Aqua-Gymnastik eine sehr hilfreiche Form der Schwangerschaftsgymnastik. Werdende Mütter spüren im Wasser eine erhebliche Entlastung. Zudem unterstützt es die Kräftigung und Entspannung der Muskulatur und födert die mentale Vorbereitung auf die Geburt. Des Weiteren unterstützen Schwimmen und Wassertreten durch den Temperaturreiz und den sanften Wasserdruck die Ausschwemmung von Ödemen (Wassereinlagerungen). Schwangere fühlen sich in der Schwerelosigkeit des Wassers wohl, die eventuell auftetenden  Beschwerden wie Rückschmerzen, Ischias und Hüftgelenksprobleme bessern sich durch die Bewegung. Ein positiver Nebeneffekt ist der persönliche Kontakt zu anderen Schwangeren. Anmeldung:

Ort:Interdisziplinäres Therapiezentrum ITZ
Kurstermine:Montag und Mittwoch: 11.30 - 12.15 Uhr
Mittwoch: 17.00 - 17.45 Uhr und 18.00 - 18.45 Uhr
Kursleiterin:Katharina Sachs

Nähere Informationen zum Kurs entnehmen Sie bitte unserem Infoflyer "Aquafitness für Schwangere", den Sie hier downloaden können (PDF, 201 kB).

Zuvor sollten medizinische Bedenken durch Ihren betreuenden Frauenarzt ausgeräumt sein und eine schriftliche Einverständniserklärung im Mutterpass vermerkt werden.